Gründerexpertise unter einem Dach – Haus der Innovation

Die Uni und Startpunkt57 haben sich zusammengeschlossen, um dem Gründer- und Unternehmergeist in der Region am Standort Sand-/Friedrichstraße mit einem „Haus der Innovation“ neuen Raum zu geben.

„Wenn du es träumen kannst, kannst du es auch machen“ (Walt Disney: „If you can dream it, you can do it!”). Aber nicht jeder, der von einem eigenen Unternehmen träumt, weil er eine gute Geschäftsidee oder ein innovatives Produkt hat, weiß auch, wie das funktioniert: das Gründen. Manchmal fehlt der Mut, manchmal das Wissen, manchmal das Geld. Um Gründerinnen und Gründern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, haben sich in Siegen die wichtigsten Akteure und Initiativen im Gründerökosystem unter einem Dach zusammengefunden. Die Universität Siegen und Startpunkt57 haben mit dem „Haus der Innovation“ am Standort Sand-/Friedrichstraße eine Anlaufstelle für alle aufgebaut, die gründen möchten, sich mit den Themen Gründung und Innovation beschäftigen oder an entsprechenden Veranstaltungen und Projekten interessiert sind.

Erfindung, Dienstleistung, Handwerk, Hightech 

„Das Haus der Innovation soll sich zu einem Magnet in der Gründerszene entwickeln“, wünscht sich Burkhard Braach, Vorsitzender des Verwaltungsrates Startpunkt57. „Wir bündeln hier die wichtigsten Themen: von der ersten Idee über die richtige Strategie bis zum eigenen Unternehmen.“ Diese Anlaufstelle präsentiert sich mitten in der Stadt und ist offen für alle Interessierten. Ob nach dem Studium oder kurz vor der Rente, ob Erfindung oder Dienstleistung, ob Handwerk oder Hightech: Wer über eine Gründung nachdenkt, dem stehen die Türen im „Haus der Innovation“ offen.

Die räumliche Bündelung verschiedener Beratungsleistungen und eines breit gefächerten Veranstaltungsangebots an einem Ort schafft Transparenz und Orientierung für jeden Schritt im Gründungsprozess. Das Gründerbüro, das Fab Lab und das EXIST-Projekt ventUS der Universität Siegen sind ebenso im „Haus der Innovation“ untergebracht wie das Zentrum für die Digitalisierung der Wirtschaft und die Gründerinitiative Startpunkt57. Zusätzlich zu ihrem bisherigen Engagement in Startpunkt57 werden sich neben der Universität der Kreis Siegen-Wittgenstein, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen, die Volksbank in Südwestfalen eG sowie die Sparkasse Siegen über ihre Sparkassenstiftung „Zukunft“ mit Personal und Finanzmitteln beteiligen.

„Das Haus der Innovation ist eine kreative Organisationsform, die Infrastrukturen bündelt und wo GründerInnen die Chance bekommen, das Potenzial ihrer Idee zu entwickeln“, sagt Ulf Richter, Kanzler der Universität Siegen. Hier kann sich zeigen, welche Dynamik entsteht, wenn kreative Köpfe aus der Universität mit der regionalen Wirtschaft noch intensiver zusammenwirken. Richter: „Neben Forschung und Lehre ist auch Transfer von Wissen eine Aufgabe der Universität, die wir hier umsetzen können.“
Know-how und viele Netzwerke sind ja bereits vorhanden – und daran sollten möglichst viele partizipieren, ergänzt Prof. Dr. Volker Wulf, Prorektor für Digitales und Regionales an der Universität Siegen. „Aber Start-ups müssen mit anderen Start-ups in Kontakt kommen. Start-ups müssen sich wiederum mit dem Mittelstand vernetzen und Zugang zu Technologiepartnern und Kapitalgebern erhalten.“ Genau da nimmt das „Haus der Innovation“ eine Schlüsselrolle ein. 

Und die Region kann sich im Wettbewerb der Gründungsstandorte profilieren, meint Klaus Gräbener, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen. „Wir haben in Sachen Gründungen Nachholbedarf.“ Deshalb ist es so wichtig, nach außen sichtbar zu sein und möglichst mit einer Adresse, die für Kompetenz und Kooperation steht, in Erscheinung zu treten. „Wir systematisieren hier den Prozess, den man allgemeinhin als 'an die Hand nehmen' bezeichnet“, betont Gräbener. 

„Wichtig ist uns auch der gewerbliche Bereich, also Neuentwicklungen aus der Praxis heraus“, betont Prof. Dr. Martin Hill, Honorarprofessor an der Universität Siegen und Gründungsexperte. „Man muss nicht Akademiker sein, um zu gründen.“ Nicht nur Räumlichkeiten (Büros und Co-Working-Space), sondern auch Coaching und ein Netzwerk von RatgeberInnen stehen den GründerInnen zur Verfügung. Über 40 Gründer-Plätze wird es im „Haus der Innovationen“ langfristig geben. 

„Wenn wir zeigen, dass wir hier in der Region exzellente Voraussetzungen für kreative, mutige Menschen haben, dass wir hier besonders offen sind für Neues und flexibel im Denken von innovativen Netzwerken, dann kann sich ausgehend vom Haus der Innovation eine starke Gründungskultur entwickeln.“

Mehr erfährst Du hier (https://www.uni-siegen.de/start/news/oeffentlichkeit/922982.html)

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